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Gemeinsam Gutes tun: Wie aus einem Mehrfamilienhaus eine Zuflucht wurde – und warum wir mehr Projekte dieser Art brauchen

Es begann mit einer Diskussion im Teammeeting von H-I-M Villenbau, und dann ging es schnell. In Kooperation mit dem Hilfsverein "Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V. " und einigen unserer langjährigen Partnerfirmen haben wir in den vergangenen Tagen ein kürzlich erworbenes Mehrfamilienhaus in eine Unterkunft umgewandelt, in der Familien, die im Ukrainekrieg von heute auf morgen ihr Zuhause verloren haben, vorübergehend ein sicheres und kostenfreies Dach über dem Kopf finden. Ein Erfahrungsbericht.



Gemeinsam geht es schnell: Innerhalb weniger Tage konnten wir ein gut erhaltenes Mehrfamilienhaus wieder in Betrieb nehmen, das sich besonders für Familien mit kleinen Kindern eignet.

Synergien schaffen

Als Projektentwickler und Bauträger, der Wohnraum in und um München schafft, fühlen wir uns in der aktuellen Flüchtlingssituation besonders verpflichtet. Nachdem wir vor Kurzem ein Mehrfamilienhaus erworben hatten, das bis zur Baugenehmigung leer stehen wird, lag die Idee auf dem Tisch: Das gut erhaltene Gebäude kann bis zu 30 Menschen bis Ende des Jahres eine Zuflucht bieten und eignet sich mit seinem großzügigen Garten besonders für Familien mit kleinen Kindern, die in Sammelunterkünften nicht gut aufgehoben sind.

Zwischen der Idee und ihrer Realisierung lag vor allem eines: die Initiative und das ehrenamtliche Engagement vieler tatkräftiger Helfer. Ohne die beherzte Unterstützung unserer Mitarbeiter und Partnerfirmen wäre die schnelle Inbetriebnahme des Gebäudes nicht möglich gewesen. Die Stadtwerke München konnten kurzfristig und unbürokratisch den Gas- und Wasseranschluss wieder herstellen, Elektro Stadler hat kurzerhand die Elektrik des gesamten Hauses in Stand gesetzt, die Firmen ESK Gebäudemanagement und Raumglanz brachten das Haus auf Vordermann und die Firma Bock und Söhne spendete Möbel. Nicht zuletzt hat sich unser Team viel Zeit genommen, um das Haus gemeinsam mit Gasteiger Architekten an vielen Abenden und einem langen Samstag liebevoll einzurichten.
 

Helfende Hände: Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer ehrenamtlichen Helfer, wäre das Projekt nicht so schnell realisierbar gewesen.

Wir alle können helfen

In der aktuellen Situation ist ein Projekt wie dieses sicherlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber es zeigt, was möglich wird, wenn wir unsere unterschiedlichen Expertisen, Talente und Möglichkeiten in einen Topf werfen und gemeinsam Gutes tun. Selbst wenn man sich wie wir ohne Vorerfahrung relativ kurzfristig in dieses unbekannte Terrain begibt, kann man etwas bewegen. Dies auch deshalb, weil es ein großes Netz an Organisationen gibt, die großartige Arbeit leisten und ihre Erfahrung und ihr Know-How unterstützend anbieten.

Humanitäre Hilfe macht einen Unterschied. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis hatten wir bei der Installation zweier Waschmaschinen, die wir für unsere Gäste gekauft haben. Zwei tatkräftige Mitarbeiter des Lieferunternehmens buchsierten die Geräte eine schmale Treppe hinunter in den Waschraum. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den beiden selbst um Kriegsflüchtlinge, die ihr Heimatland Syrien 2015 und 2017 verlassen mussten. Heute sind sie in Deutschland in Lohn und Brot, und halfen mit, den Flüchtlingen aus der aktuellen Welle eine Zuflucht zu bereiten.


Ein Projekt, das Schule machen kann und sollte: Selbst in dicht besiedelten Ballungszentren wie München, in denen Wohnraum knapp ist, gibt es ein großes Potential an Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen.

Wohnraumpotentiale nutzen!

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir das Mehrfamilienhaus, das normalerweise vorübergehend leer stehen würde, nicht zur Miete anbieten, sondern kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Nebenkosten, die für den Betrieb der Immobilie anfallen, können aus Spenden finanziert werden, an denen wir als H-I-M Villenbau uns selbst umfangreich beteiligen. Aus unserer Sicht ist dies in der aktuellen Situation durchaus angebracht, und wir glauben, dass noch viel mehr Wohnraum geschaffen werden kann, wenn Projekte wie dieses Schule machen.

Selbst in dicht besiedelten Ballungszentren wie München, in denen Wohnraum knapp ist, gibt es ein großes Potential an Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen: Immobilien, die bis zu einem Neubau oder ihrer Umnutzung leer stehen, können genutzt werden, um die Menschen, die unverschuldet ihr Zuhause verloren haben, aufzunehmen und ihnen – wenn auch nur vorübergehend – einen sicheren Platz anzubieten.

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